Die Streunerhilfe bedankt sich fürs fleißige Füllen der Spendenbox mit einem kleinen Bericht über einen Besuch vor Ort!
Verfasserin ist die Tochter von unserer Streunerhilfe-Vertreterin, Frau Wegscheider!

Viel Spaß mit den Fotos und beim Lesen!

Euere Streunerhilfe

Unser Besuch in Ungarn/ Meine Erlebnisse in Ungarn

Vom 15.6.2019 bis zum 22.06.2019 habe ich mit meiner Familie die Streunerhilfe Ungarn e.V. besucht. Das Wetter war dort sehr schön, aber auch heiß. Wir hatten meist 38 Grad im Schatten.

Am Freitagabend um 22:00 Uhr ging die Fahrt los. Vor lauter Aufregung konnte ich während unserer Fahrt nicht schlafen. Nach ca. 13 Stunden sind wir dann endlich am Samstag in Tiszaigar (in Ungarn) angekommen. Noch bevor wir unsere Koffer ausgepackt haben, haben uns Sabine und alle 8 Hunde der Pflegestelle begrüßt. Anfangs hatte ich etwas Angst vor den Hunden, weil noch nie so viele Hunde in meiner Nähe waren, die Hunde vor Freude hochgesprungen sind und manche Hunde größer waren. Als die Hunde dann ruhiger wurden, habe ich mich getraut, sie zu streicheln. Nach der Begrüßung haben wir unsere Koffer ausgepackt und uns erstmal ausgeruht.

 

Am Sonntag ist meine Mama mit Sabine zu verschiedenen Pflegestellen in Ungarn gefahren, um die Spenden, die wir mit dem Anhänger von Deutschland nach Ungarn gebracht haben, abzugeben. Sie sind auch auf das Fabrikgelände gefahren, um mit den Hunden, die dort in Zwingern sitzen, spazieren zu gehen und ihnen Wasser zu geben. Da alle Pflegestellen voll sind und kein Tierheim vorhanden ist, müssen die Hunde noch eine Zeit lang auf dem Fabrikgelände bleiben. Leider werden sie dort nur geduldet. Das heißt, wenn der Besitzer des Grundstücks den Platz anderweitig braucht, müssen die Hunde wieder auf die Straße. Auf dem Rückweg haben meine Mama und Sabine drei Hunde abgeholt, die ab sofort auf der Pflegestelle von Sabine wohnen: Kaia, Rory und Cincia. Rory und Kaia suchen noch ein Zuhause, Cincia ist nur bis September auf der Pflegestelle. Danach darf sie in ihr neues Zuhause ziehen. Als sie auf der Pflegestelle angekommen sind, durften sie nach und nach die acht Hunde kennenlernen.

Am Montag sind wir zur Vogelklinik gefahren, um auch dort Spenden abzugeben. In der Vogelklinik wohnen kranke oder verletzte Vögel vorübergehend. Sie werden dort medizinisch behandelt und gefüttert. Wenn sie wieder gesund sind, werden sie wieder frei gelassen. Besucher können gegen ein Eintrittsgeld die Vogelklinik besichtigen. Ich habe dort z.B. viele Störche, Adler und Eulen gesehen. Manchmal kann man auch hinter einer Glasscheibe bei den Operationen der Tiere zusehen.

Am Dienstag haben wir den Welpengarten sauber gemacht. Wir mussten Rasen mähen, auf einen Haufen rechen, den Pool säubern und mit mehreren Eimern Wasser befüllen. Dann konnten die drei neuen Hunde endlich den Welpengarten beziehen. Sie sind aber nur solange im Welpengarten, bis sie sich an die anderen Hunde gewöhnt haben und auch im Haus schlafen können.

Am Mittwoch haben meine Eltern im Haus auf einem der Grundstücke von Sabine gearbeitet. Ich bin auf der Pflegestelle geblieben, habe die Hunde gestreichelt, mit ihnen gespielt, ihnen Leckerlies gegeben und die neuen Hunde gemeinsam mit Sabine an die acht Hunde gewöhnt.

Während meine Eltern am Donnerstag  weiter im Haus gearbeitet haben, bin ich mit Sabine in die Tierklinik gefahren, um die Pässe für einen Hund und eine Katze, die vermittelt wurden, zu holen und um eine Katze kastrieren zu lassen. Als wir im Wartezimmer saßen, kamen eine Frau und ein Mann mit einem Körbchen rein, in dem ein Hund war. Wir erfuhren, dass der Hund schwanger ist, aber die Welpen nicht alleine auf die Welt bringen konnte. Deswegen musste ein Kaiserschnitt gemacht werden. Es war ein sehr spannender Tag.

Am Freitag waren wir dann für zwei Stunden am Strand. Ich konnte in der Theiß schwimmen und habe dort mehrere Muscheln entdeckt.

Am Samstag um ca. 22:00 Uhr sind wir dann wieder nach Hause gefahren. Der Abschied von Sabine und den Hunden fiel uns sehr schwer, da wir alle in unser Herz geschlossen haben. Im Laufe der Woche wurde ich immer sicherer im Umgang mit den Hunden. Sie haben sich jeden Tag gerne von mir streicheln und füttern lassen und mit mir geschmust. Auf dem Heimweg haben wir eine Hündin (Pippa) mitgenommen und in ihr neues Zuhause nach Deutschland gebracht.

Was ich sonst noch erlebt und erfahren habe:

In unserer Ungarn-Woche haben wir auch verschiedene Dorfbewohner besucht. Alle hatten Hunde und ich hatte durch meine Erfahrungen auf der Pflegstelle der Streunerhilfe keine Angst vor ihnen. Eine Familie hatte nicht nur Hunde, sondern auch einen Papageien, Hasen und Vögel. Die Bewohner waren alle sehr nett zu uns und haben uns herzlich in Empfang genommen. Durch unsere verschiedenen Besuche habe ich auch ein paar ungarische Wörter gelernt:

Danke = köszönöm     Ja = igen        Nein = nem 

Ich habe erfahren, dass das ungarische Geld anders ist als unseres. Dort gibt es Forint. Ich durfte auch ein paar Münzen mit nach Hause nehmen. In Ungarn gibt es hauptsächlich Einfamilienhäuser. Um andere Pflegestellen zu besuchen, die Tiere zum Tierarzt zu bringen, einkaufen zu gehen etc. muss man mit dem Auto fahren, da die Wege ziemlich lang sind. Zum Beispiel braucht man mit dem Auto eine ca. eine Stunde, um zum nächsten Tierarzt zu fahren.

Die Woche in Ungarn hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf unseren nächsten Besuch bei der Streunerhilfe Ungarn e.V.