Im Rahmen des Förderprogramms „Keep Energy in Mind“ der Stadt Nürnberg starteten wir das Projekt„Wassersparen am Waschbecken“, woran sich neun Klassen aktiv beteiligten.

Zuerst wurde unter einem Vorwand 1 Wochen lang der Wasserverbrauch im Klassenzimmer, gemessen und zwar ohne dass vorher über das Thema „Wassersparen“ gesprochen wurde. Für die Messung wurde eine Schüssel ins Waschbecken gestellt, die das Wasser auffing. Der Inhalt wurde immer wieder in einen Messbecher geschüttet, jeder verbrauchte Liter wurde gleich festgehalten. Danach wurde den Kindern in einer Doppelstunde die Bedeutung des Wassers aufgezeigt. Ihnen wurde bewusst wie wichtig Wasser für alles, was uns umgibt ist und wie wenig Wasser im Vergleich zum gesamten Wasservorkommen auf der Erde als Trinkwasser nutzbar ist. Das sind nämlich nur 0,3% ! Dass sich Salzwasser nicht zum Trinken eignet wurde in einem Geschmackstest jedem klar. Am Ende lag es auf der Hand, dass man mit Wasser achtsam umgehen sollte. Die Frage nach dem „Wie?“ führte zum Thema Wassersparen, sodass nach Möglichkeiten dafür gesucht wurde und das Vorhaben Wasser am Waschbecken im Klassenzimmer zu sparen allgemeinen Anklang fand.

Hierfür fanden die Kinder zwei Möglichkeiten:

  1. Den Wasserhahn nur wenig aufzudrehen
  2. Den Wasserhahn beim Einseifen abzudrehen.


Im Anschluss wurde der Wasserverbrauch erneut 1 Woche lang gemessen, dieses Mal mit Anwendung der Sparmaßnahmen. Am Ende wurde ermittelt wie viel Wasser gespart wurde. In einer zusätzlichen Messaktion verglich die 1c wie viel Wasser gespart werden kann, wenn sich jedes der 21 Schüler die Hände wäscht. Während ohne Sparen der Verbrauch bei 21 Liter lag, wurden mit Sparmaßnahmen nur 4 Liter benötigt.

Insgesamt sparten die 9 teilnehmenden Klassen in der zweiten Messwoche 618 Liter Wasser, also durchschnittlich 69 Liter. Auch die Eltern konnten mitmachen und die Messaktion zuhause durchzuführen. Die „Familienmessungen“ ergaben eine Ersparnis von insgesamt knapp 2000 Liter. Eine Mutter schrieb „Wir sind überrascht, dass sich fast die Hälfte des Verbrauchs sparen lässt, wenn man darauf achtet, obwohl ich vorher schon dachte, dass wir relativ sparsam mit Wasser umgehen.“

Warum Wasser sparen wichtig ist, schrieben einige Kinder für ein Plakat auf. Darauf konnte jeder, der Lust hatte, mit seiner Unterschrift deutlich machen, dass Wassersparen ebenfalls für wichtig erachtet wird.
Am Schulfest wurden die Ergebnisse im „Wassersparzimmer“ präsentiert. Dort konnte man auch seinen individuellen Wasserverbrauch beim (sparsamen) Händewaschen ermitteln und das eigene Wasserspar-Wissen in einem Quiz testen bzw. erweitern.

Sehr erfreulich war, dass viele Schüler im Zuge des Projekts nachhaltig für einen sparsamen Umgang mit Wasser sensibilisiert wurden. So war es zu beobachten, dass nach der zweiten Messung im Klassenzimmer weiterhin die Sparmaßnahmen angewendet wurden und Kinder, die das vergaßen, von Mitschülern daran erinnert wurden. In Nachgesprächen zum Thema wurde auch deutlich, dass oft nun auch zuhause mit Wasser sparsamer umgegangen wird. Da die Herstellung von Trinkwasser Energie benötigt, stellt der Verbrauch von weniger Wasser einen schonenderen Umgang mit Ressourcen dar. Hinzu kommt der wirtschaftliche Effekt, da natürlich auch Kosten für Wasser eingespart werden.

Wir bedanken uns bei allen sehr herzlich fürs Mitmachen und freuen uns, dass so viele mit Feuereifer dabei waren!